MG3 Hybrid: Nach kurzem Stopp nur E-Modus → keine Leistung, erst nach Neustart wieder ok

  • MG3 Hybrid: Nach kurzem Stopp nur E-Modus → keine Leistung, erst nach Neustart wieder ok


    Beitrag:

    Hallo zusammen,


    hatte heute ein etwas komisches Erlebnis mit meinem MG3 Hybrid und wollte mal fragen, ob das jemand von euch schon hatte.


    Ich bin ganz normal gefahren, leichte Steigung, alles unauffällig. Dann habe ich kurz angehalten, bin ausgestiegen um etwas abzuliefern. Motor war aus, Zündung aber an.


    Nach dem Wiedereinsteigen und Losfahren ist der MG dann dauerhaft im E-Modus geblieben (ca. 2 km), obwohl ich normal Gas gegeben habe.


    Kurz darauf war die Batterie leer und das Auto hat kein Gas mehr angenommen.

    Bei etwa 30 km/h wurde ich immer langsamer, bis ich schließlich komplett zum Stillstand gekommen bin.


    Nach einem Neustart des Fahrzeugs lief wieder alles wie gewohnt, als wäre nichts gewesen.


    Hat jemand von euch sowas schon erlebt?

  • Bist du hier viel Steigung gefahren ? Berg ? Wenn ja musst du bei diesem Auto mit den Modis und Reg Stufen unbedingt wissen umzugehen.


    Normale Strecken Normal und Reg Stufe 2


    Berg Hoch immer Sport und Reg 1


    Steil Runter Normal oder Sport mit Reg 3


    Autobahn Sport und Reg 1


    Stadt Eco und Reg 2


    Die Regstufen habe ich mir am Lenkrad auf die rechte Sterntaste gelegt. Sowie die Kamera auf die linke.


    Wenn du mit den Modis und Reg gut umgehst, klappt es auch bei Steigungen . Desweiteren habe ich immer den Modus an, wo ich sehen kann wie voll der Akku ist. Um nicht mit leeren Akku einen Überholvorgang zu starten. Da bekommt er wenig Power. Vielleicht bedarf es aber auch eines Software Update bei dir ? Bei meiner Frau ist es so, sie schafft es den Akku immer leer zu fahren und hat dann Mühen beim überholen oder Berg hoch. Das Auto ist nicht für jedermann Fahrstil geschaffen. Und es hat bei mir auch gedauert dem Auto Herr zu werden, am Anfang empfand ich es als nervig. Aber es ist halt ein Hybrid, mit dem man auch Kraftstoff sparen kann. Zumal er keinen 1, 2 und 3 Gang besitzt. Das wird alles über den E Motor erledigt. Erst beim quasi 4 5 6 Gang greifen die eigentlichen Gänge im Benziner Bereich.


    Dein beschriebens Problem, wurde aber von einigen Fahrern aus Griechenland geschildert. Dort haben mehrere in den Bergen Probleme mit dem Fahrzeug. Ich selbst lebe im flachen Ostfriesland. Da hat der Wagen damit keine Probleme. Es könnte sein, dass du auch ein Update benötigst. Von wann ist dein Wagen ? Meinen habe ich Mai 2025 einmal komplett updaten lassen . Seit dem wunderbar. Außer mit meinen bremsen quietschen beim Rückwärtsfahren und ständigen festsetzen der Handbremse bei eins zwei Tagen stehen.


    Gruß Björn

  • Also deine Argumentation verstehe ich zum Teil und zum Teil nicht. Ich habe genau die gleichen Einstellungen wie du mit den Sternentasten. Auch behalte ich am Display am liebsten und häufigsten den Akkuladestand im Auge.

    Rekuperationsstufen sind doch nur erheblich, wenn man vom Gas weggeht. Und da kann man schwer einen bestimmten Wert vorgeben. Stufe 3 bei steilen bergab Abschnitten wird man wohl eher benötigen, aber mir passiert oft auch das ich nach einer Kehre etwas beschleunigen möchte. Da schalte ich halt auf Stufe 1 und schon brauche ich nicht Gas zu geben.

    Auch in der Stadt spiele ich mich gern bei der Annäherung an eine Ampel: Stufe 1-2-3 und wenn nötig, dann halt bremsen, wobei der Wagen beim Bremsen sowieso stärker rekuperiert - unabhängig von der gewählten Rekuperationsstufe. Wenn man gleichmäßig über eine längere Strecke "bremst", rekuperiert man schon mehr - spart Treibstoff.


    Was ich nicht weiß, sind die Unterschiede zwischen den Fahrmodi bezüglich Aufladeverhalten (wenn es denn welche gibt). Kannst du erklären, warum z.B. "Sport" beim Bergauffahren? Bewirkt das, daß der Motor höher dreht als er sonst tun würde, und so stärker die Batterie auflädt?

    Wobei man auch berücksichtigen sollte, daß es sinnlos bzw. kontraproduktiv ist, mit vollgeladenem Akku oben am Berg anzukommen, denn bei der anschließenden Abfahrt kann man dann genau Null rekuperieren.

  • Moin,


    wenn man Kraftstoff sparen und effizienter fahren möchte, handelst du bzw. gehst du richtig mit dem Wagen um.


    Das Problem ist, dass durch die Rekuperation Bremsscheiben dadurch Riefen bilden. Zumindest bei mir so und weiteren Usern auf den Facebook Gruppen, auf denen ich viel lese. Folge sind verfrüht neue Scheiben (Hohe Kosten). Desweiteren spreche ich hier Gebirge an. Regionen mit lang anhaltener Steigung, wo trotzdem 80 bis 100 km/h bei starker Steigung gegeben sind (Sauerland, Bergisches Land, Alpen usw.). Um hier kein Verkehrshindenis zu werden, sowie mit den anderen mitzuschwimmen, sollte man hier den Sport Modi wählen, da hier die höchste Leistung gegeben ist (Kraft/Power). Stufe 1 ist hier wichtig, sodass der Wagen nicht zu stark ausbremst und dadurch wieder Geschwindigkeit verloren geht. Er wird sonst zu einer Gefährdung für den rückwärtigen Verkehr. Der Wagen kriecht sonst mit max 40 / 50 km/h wo 100 gefordert sind.


    Auf der Autobahn wende ich dies ebenfalls an, damit die Bremsen möglichst beansprucht werden. Sowieso bremse ich eins bis zweimal im Monat stärker um die Riefenbildung zu verhindern. Denn wenn man erst einmal tiefere Riefen hat, geht es los mit Rost in den Riefen sowie eine schnell Abnutzung. Was so ein Bremsscheibenwechsel kostet ist bei manchen ein Monatslohn.


    Anbei Mal Bilder was durch zu hohe Rekurpation verbunden mit wenig bis kein Bremsen geschieht. Nein es waren keine Splitsteine oder andere Fremdkörper... Hier wurde einfach nur mit Rekurpation Stufe 2 und 3 gefahren und kaum gebremst. Zu deiner eigentlichen Frage. Ich weiß es selbst nicht genau. Habe aber bemerkt, dass beim Sportmodus der Motor mehr Akku lädt. Was gerade beim längeren steigigen Berg hoch fahren benötigt wird.


    Gruß Björn

  • Nachtrag zu meinen Post:


    Der Forum User MG-DriverDE hat folgendes geschrieben, was ich hier auch nochmals teilen möchte, da es passt und helfen kann:


    Gruß Björn



    MG-DriverDE:

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    Bei Hybridfahrzeugen kommt es häufiger zu Rostbildung an den Bremsscheiben, weil durch die Rekuperation – also die Energierückgewinnung beim Bremsen – die mechanische Bremse viel seltener zum Einsatz kommt als bei einem reinen Verbrenner. Die Folge: Flugrost oder sogar stärkere Korrosion, weil die Scheiben nicht regelmäßig „freigebremst“ werden.


    Ich komme aus der Branche, arbeite für einen weltweit aktiven Hersteller im Hybridbereich und bringe mehrere Jahre Berufserfahrung mit. Aus der Praxis kann ich sagen: Das ist ein bekanntes und völlig normales Thema bei Hybrid- und E-Fahrzeugen – kein Einzelfall und auch kein Qualitätsmangel.


    Was hilft?

    Am besten alle 50 bis 100 Kilometer einmal bewusst etwas kräftiger bremsen – natürlich nur, wenn es die Verkehrssituation zulässt. Dadurch wird der Belag richtig gegen die Scheibe gedrückt und der Flugrost abgeschliffen. Wer das regelmäßig macht, sorgt dafür, dass die Bremsscheiben länger halten und keine ungleichmäßigen Beläge oder Riefen entstehen.


    Wird zu lange gewartet, kann sich der Rost richtig festsetzen. Wenn dann erst gebremst wird, kommt es zu spürbaren Vibrationen oder Schleifgeräuschen – die sogenannten „Riddeln“. Das hat aber nichts mit schlechter Qualität zu tun, sondern eher mit zu seltenem mechanischem Bremsen.